Vielleicht hast du schon gehört, dass sich in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig einiges verändern wird. Klingt erstmal nach einer großen Sache – aber die wichtigste Nachricht für dich ist:
Für Kinder und Jugendliche ändert sich erstmal kaum etwas.
Deine Jugendgruppe, Freizeiten, Konfi-Aktionen, Veranstaltungen und vertrauten Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner bleiben zunächst so, wie du sie kennst. Die Reform betrifft vor allem die Organisation im Hintergrund.
Warum wird die Kirche umgebaut?
Die Kirche merkt, dass sich die Gesellschaft verändert: Es gibt weniger Kirchenmitglieder. Weniger Geld steht zur Verfügung.
Viele Mitarbeitende gehen in den nächsten Jahren in den Ruhestand. Deshalb will sich die Kirche neu aufstellen, damit sie auch in Zukunft lebendig bleibt und Menschen miteinander verbinden kann. Das Ziel ist eine Kirche, die Menschen zusammenbringt, zuhört und gemeinsam etwas bewegt.
Was hat die Landessynode beschlossen?
Die 13. Landessynode der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig hat beschlossen, dass es künftig: 4 große Propsteien geben soll. In jeder Propstei entstehen mehrere größere Regionalkirchengemeinden. Vor Ort bleiben Ortsausschüsse, die mit eigenen Budgets das kirchliche Leben gestalten. Haupt- und Ehrenamtliche arbeiten enger zusammen.
Welche Regionen werden zusammengelegt?
Einige bisher eigenständige Propsteien werden künftig enger zusammenarbeiten.
Region 1
Propstei Vechelde
Propstei Braunschweig
Teile der Propstei Königslutter
Region 2
Propstei Salzgitter
Propstei Wolfenbüttel
Propstei Schöppenstedt
Region 3
Propstei Gandersheim-Seesen
Propstei Goslar
Propstei Bad Harzburg
Region 4
Teile der Propstei Königslutter
Propstei Vorsfelde
Propstei Helmstedt
Für uns in der Propstei Vechelde bedeutet das: Wir werden künftig noch enger mit Braunschweig und Teilen von Königslutter zusammenarbeiten.
Was bedeutet das für Jugendliche?
Kurz gesagt: Erstmal bleibt vieles so, wie es ist. Aber langfristig können sich daraus neue Möglichkeiten ergeben: größere Freizeiten und Events, mehr Kooperationen zwischen Jugendgruppen, neue Projekte, mehr Austausch mit Jugendlichen aus anderen Regionen, bessere Nutzung von Ressourcen.
Stell dir vor, mehrere Jugendgruppen planen gemeinsam eine Freizeit, ein Festival oder einen Aktionstag. Genau solche Chancen können durch die Reform entstehen.
Wie geht es jetzt weiter?
In den nächsten Jahren werden die neuen Strukturen Schritt für Schritt aufgebaut. Die Landeskirche will dabei Menschen vor Ort beteiligen und regelmäßig über den Stand informieren. Spätestens 2036 wird geprüft, ob sich die Reform bewährt hat.
Was bleibt?
Kirche lebt von Menschen. Von denen, die zuhören, mitmachen, Ideen einbringen und Gemeinschaft gestalten. Darum bleibt das Wichtigste auch in Zukunft gleich: Kirche ist da, wo Menschen gemeinsam glauben, feiern, fragen, lachen und füreinander da sind.
